Aktuelles vom Ingenieurbüro Bläser

Beurteilung von Rad-/Reifenkombinationen an Krafträdern

Bund und Länder haben in Bezug auf die Beurteilung von Rad-/Reifenkombinationen an Krafträdern die nachstehend beschriebene gemeinsame Vorgehensweise abgestimmt:

Die Bereifung wird im Rahmen der EU-Typgenehmigung von Krafträdern (Fahrzeugen der Klasse L) gemäß Anhang XV der delegierten Verordnung (EU) Nr. 3/2014 der Kommission vom 24. Oktober 2013 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 168/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Anforderungen an die funktionale Sicherheit von Fahrzeugen für die Genehmigung von zwei- oder dreirädrigen und vierrädrigen Fahrzeugen bzw. Kapitel 1 Anhang III der vorangegangenen Richtlinie 97/24/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Juni 1997 über bestimmte Bauteile und Merkmale von zweirädrigen oder dreirädrigen Kraftfahrzeugen geprüft. Dabei wird überprüft, ob der Bereich, in dem sich die Rad-/Reifenkombination dreht, groß genug ist, dass bei Verwendung der größten zulässigen Reifen- und Felgenbreiten die Bewegung der Rad-/Reifenkombination im Rahmen der Höchst- und Mindestangaben des Fahrzeug- bzw. Reifenherstellers nicht behindert wird.

Fall 1: Fahrzeuge mit einer EU-Typgenehmigung

Bedingung ist, dass die Reifen über eine entsprechende Bauteilgenehmigung verfügen (UN-Regelung Nr. 75 bzw. früher 97/24/EG Kapitel 1) und das Fahrzeug ansonsten keine Veränderungen aufweist, welche Einfluss auf die Rad/Reifen-Eigenschaften bzw. ihren notwendigen Freiraum haben.

Fall 1a: Gleiche Reifengröße, anderer Reifenhersteller

In der Übereinstimmungsbescheinigung (engl. Certificate of Conformity, COC) bzw. in der Zulassungsbescheinigung (ZB) Teil I ist ein Reifen von Hersteller A eingetragen. Verwendet wird ein typgenehmigter Reifen des Herstellers B der gleichen Reifenbauart mit gleicher Größenbezeichnung, alle übrigen Parameter z. B. Tragfähigkeitskennzahl, Geschwindigkeitskategorie sind gleich oder höherwertig.

Beurteilung:
Dies ist zulässig. Die Betriebserlaubnis des Kraftrads erlischt nicht.

Fall 1b: Abweichende Reifengröße innerhalb der freigegebenen Reifengrößen

Verwendet wird ein typgenehmigter Reifen der gleichen Reifenbauart,

  1. der nicht schmaler als der schmalste im COC bzw. in der ZB Teil I genannte zulässige Reifen ist und
  2. der nicht breiter als der breiteste im COC bzw. in der ZB Teil I genannte zulässige Reifen ist und
  3. dessen Abrollumfang gemäß Herstellerangabe (z. B. Reifenkatalog) nicht geringer als der Abrollumfang des im COC bzw. in der ZB Teil I genannten zulässigen Reifen mit dem geringsten Abrollumfang und nicht größer als der Abrollumfang des im COC bzw. in der ZB Teil I genannten zulässigen Reifen mit dem größten Abrollumfang ist und
  4. dessen übrige Reifenparameter z. B. Tragfähigkeitskennzahl, Geschwindigkeitskategorie gleich oder höherwertig sind.

Beurteilung:
Dies ist zulässig. Die Betriebserlaubnis des Kraftrads erlischt nicht.

Fall 1c: Abweichende Reifengröße außerhalb der freigegebenen Reifengrößen

Verwendet wird ein typgenehmigter Reifen der gleichen Reifenbauart,

  1. der schmaler als der schmalste im COC bzw. in der ZB Teil I genannte zulässige Reifen ist oder
  2. der breiter als der breiteste im COC bzw. in der ZB Teil I genannte zulässige Reifen ist oder
  3. dessen Abrollumfang geringer als der Abrollumfang des im COC bzw. in der ZB Teil I genannten zulässigen Reifens mit dem geringsten Abrollumfang oder größer als der Abrollumfang des im COC bzw. in der ZB genannten zulässigen Reifens mit dem größten Abrollumfang ist.

Beurteilung:
Dies ist nicht zulässig. Gemäß § 19 Abs. 2 Nr. 2 StVZO erlischt die Betriebserlaubnis des Kraftrads, sofern kein Nachweis über die Zulässigkeit der Änderung gemäß § 19 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 StVZO vorliegt oder die in den vorgenannten Nachweisen eventuell aufgeführten Auflagen und Hinweise nicht beachtet wurden (siehe weiter zu beachtende Erläuterungen unter dem Punkt Schlussfolgerung).

Fall 2: Fahrzeuge ohne EU-Typgenehmigung oder veränderte Fahrzeuge

Bei Fahrzeugen, die nicht EU-typgenehmigt sind (z. B. Genehmigung nach § 20 o. § 21 StVZO) oder an denen relevante Veränderungen, die Einfluss auf die Rad-/Reifen- Eigenschaften bzw. ihren notwendigen Freiraum haben, vorgenommen wurden, wird ein Reifen verwendet, der nicht in der ZB Teil I genannt ist.

Beurteilung:
Dies ist nicht zulässig. Die Betriebserlaubnis des Kraftrads erlischt gemäß § 19 Abs. 2 Nr. 2 StVZO, sofern kein Nachweis über die Zulässigkeit der Änderung gemäß § 19 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 StVZO vorliegt oder die in den vorgenannten Nachweisen eventuell genannten Auflagen und Hinweise nicht beachtet wurden (weiter zu beachtende Erläuterungen siehe Punkt Schlussfolgerung).

Schlussfolgerung:

Erlischt gemäß Fall 1c oder Fall 2 durch die Verwendung abweichender Rad-/Reifenkombinationen die Betriebserlaubnis eines Kraftrads, so ist ein entsprechender
Nachweis nach § 19 Abs. 3 Nr. 1 bis 4 StVZO bzw. eine Begutachtung gemäß § 19 i. V. m. § 21 StVZO erforderlich. In diesem Zusammenhang muss die Einhaltung aller betroffenen Vorschriften (z. B. bezgl. des Reifenfreiraums, der Genauigkeit der Anzeige des Geschwindigkeitsmessers) bestätigt werden. Da solche Prüfungen (z. B. auf Freigängigkeit) im Rahmen der Genehmigung des Reifens nach der UN-Regelung Nr. 75 auf Grund der zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorhandenen Fahrzeugzuordnung nicht vorgesehen sind, stellt die alleinige Genehmigung eines Reifens nach der UN-Regelung Nr. 75 in einem solchen Fall keinen ausreichenden Nachweis im Rahmen einer Änderung nach § 19 Abs. 3 StVZO dar. Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, z. B. durch den Reifenhersteller, ist kein Nachweis
im Sinne des § 19 Abs. 3 StVZO.

Die vorstehend beschriebene Vorgehensweise hinsichtlich der Beurteilung von Rad-/Reifenkombinationen an Krafträdern ist anzuwenden

  1. bei Reifen, die nach dem 31.12.2019 hergestellt wurden und
  2. ab dem 01.01.2025 bei allen Reifen.

Als Herstellungsdatum gilt die Angabe (DOT-Kennzeichnung der Kalenderwoche und des Jahres der Produktion) auf dem Reifen.


(Dieser Reifen wurde in der 33. Kalenderwoche 2013 produziert.)

Zusammengefasst:

Prüfstelle geschlossen

Sehr geehrte Kunden,
am 15.02.2021 sowie am 16.02.2021 bleiben alle unsere Prüfstellen geschlossen.
Ab dem 17.02.2021 sind wir, wie gewohnt, für Sie da.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Kfz Prüfstelle Bläser & Kollegen

Motorrad fahren ist ab jetzt mit dem Autoführerschein möglich

Der Auto-Führerschein genügt künftig zum Führen kleiner Motorräder – allerdings benötigt man dafür eine ausführliche Schulung. Eine eigene Führerscheinprüfung ist nach der neuen, vom Bundesrat durchgewunkenen Verordnung für Maschinen mit einem Hubraum bis 125 Kubikzentimeter und 15 PS nicht mehr nötig.

Die Fahrer müssen aber mindestens 25 Jahre alt sein und seit fünf Jahren einen Führerschein der Klasse B haben. Dann erhalten sie nach neun Unterrichtseinheiten zu je 90 Minuten (vier Theorie und fünf Praxis) die Berechtigung, in Deutschland Leichtkrafträder der Klasse A1 zu fahren.

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Helau und Alaaf – Was ist zu beachten

Sie steht unmittelbar bevor, die fünfte Jahreszeit! Die Rede ist von Karneval, Fasching oder Fastnacht. Auf den zahllosen Veranstaltungen, aber auch im Straßenkarneval, fließt der Alkohol um einiges schneller als sonst das Jahr über. Solange das Auto stehen bleibt, ist das alles kein Problem.

Alkohol am Steuer ist nicht grundsätzlich verboten. Es gibt jedoch ganz klare, gesetzliche Vorgaben, was erlaubt ist und was nicht, wo die relevanten Grenzwerte liegen und welche Sanktionen erfolgen. Entscheidend ist immer der Blutalkoholwert.

0,0 Promille Alkohol im Blut gelten für Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 Jahren.

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Touristenfahrten am Nürburgring für 2020

Der Nürburgring hat eine Ausstrahlung und eine Anziehungskraft wie kaum eine zweite Rennstrecke der Welt. Das gilt für aktive Motorsportler und Hobby-„Rennfahrer“ gleichermaßen. Doch es müssen nicht immer die Rennen sein, die die Fans in Scharen an die „Grüne Hölle“ ziehen. Genauso begehrt sind die sogenannten „Touristenfahrten“, in denen man mit dem eigenen Fahrzeug seine Erfahrungen sammeln kann.

Für 2020 stehen die Termine fest, an denen der „Nürburgring für alle“ erlebbar ist, insgesamt 170 Möglichkeiten, mit dem eigenen Fahrzeug die Nordschleife zu befahren Dann kann jeder, der der Faszination der mehr als 20 Kilometer langen Berg- und Talbahn in der Eifel erlegen ist, auf dem geschichtsträchtigen Asphalt seine Runden drehen. Los geht es am zweiten März-Wochenende.

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Unwetterschäden am Auto – Gedulden Sie sich noch mit der Reparatur

Fast eine Milliarde Euro müssen die Versicherungen jährlich für Unwetterschäden an Kraftfahrzeugen zahlen. Betroffene Autofahrer sollten keinesfalls direkt in die Werkstatt fahren.

Wer nach einem heftigen Sturm Dellen im Blech seines Autos oder eine zerbrochene Windschutzscheibe vorfindet, sollte auf keinen Fall sofort in die nächste Werkstatt fahren. Unwetterschäden sollten zunächst der Versicherung gemeldet werden.

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Fahrzeugprüfungen

In unseren Prüfstellen in Ulmen, Daun, MayenPolch , Kelberg und Kaisersesch führen wir – im Namen und auf Rechnung der KÜS – hoheitliche Fahrzeugprüfungen an Pkw, Lkw und Krafträdern durch.

  • Hauptuntersuchungen
    inkl. Teiluntersuchung Abgas
  • Änderungsabnahmen
  • Sicherheitsprüfungen

Kfz-Sachverständige und –Gutachter

Als freiberufliche Kfz-Sachverständige erstellen wir Unfallgutachten (Schadengutachten) und Beweissicherungsgutachten. Ferner sind wir tätig in der Verkehrsunfall-Rekonstruktion und bei der Bewertung von Maschinenschäden.

Sechsmal in der Eifel

Von Daun bis Polch

Häufige Fragen

Was kostet eine HU?
Der Preis für eine Hauptuntersuchung hängt vom Fahrzeug ab. Er reicht von 36,– Euro beim ungebremsten Anhänger über 70,– Euro beim Motorrad bis über 200,– Euro beim schweren Lkw.
Bei Pkw mit max. 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse werden 122,– Euro für die HU inkl. Teiluntersuchung Abgas fällig.
Siehe: Aktuelle Entgeltliste
Brauche ich einen Termin?

Bitte setzen Sie sich für eine Terminvereinbarung direkt mit den gewünschten Prüfstelle in Verbindung. Die Kontaktdaten finden Sie unter dem Punkt Prüfstellen oder ganz unten auf unserer Homepage.

Welche Feinstaubplakette kann ich erhalten?

Die für Ihr Fahrzeug zuteilbare Feinstaubplakette (Umweltplakette) können Sie mit dem Online-Rechner der KÜS ermitteln.

Hierzu  benötigen Sie die Emissionsschlüsselnummer Ihres Fahrzeuges, Sie finden diese Angabe im Fahrzeugschein (die letzten beiden Stellen der Schlüsselnr. „zu 1“ ) oder in der Zulassungsbescheinigung Teil I (die letzten beiden Stellen von Feld „14.1“).

Was ist der Unterschied zwischen einer Oldtimer-Einstufung und einem Oldtimer-Gutachten?
Bei der Einstufung eines Fahrzeugs als Oldtimer (gemäß § 23 StVZO) wird überprüft, ob das Fahrzeug den Status Oldtimer und damit das H-Kennzeichen und die entsprechenden steuerlichen Vergünstigungen erhalten kann.

Bei einem Oldtimer-Gutachten wird der Erhaltungszustand und Wert eines Oldtimers begutachtet, fotografisch dokumentiert und in einem Gutachten niedergeschrieben.

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